Der Zentrale Speicherkanal ist das größte Projekt der Stadt Graz im Bereich Umweltschutz.
Alle aktuellen Informationen zum Bau findet ihr hier:

Was den ZSK erst steuerbar macht

2022 soll der ZSK in Betrieb genommen werden. Der dafür notwendige Betonbau ist bereits fertiggestellt und zum größten Teil im Untergrund verschwunden. Um zukünftig eine projektgemäße Mischwasserbewirtschaftung mit einer zentralen Steuerung von der Kläranlage in Gössendorf aus betreiben zu können, sind noch die maschinelle und technische Ausrüstung sowie die Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik (EMSR) notwendig. Aber was versteht man eigentlich darunter?

 

Maschinelle und technische Ausrüstung
Im Rahmen der maschinellen und technischen Ausrüstung des ZSK werden Kaskadenwehre, Wehrklappen und Schieber in den einzelnen Kaskaden- und Entlastungsbauwerken eingebaut. Diese Einbauteile ermöglichen eine optimale Nutzung des vorhandenen Speichervolumens von insgesamt 94.000 Kubikmeter Mischwasser und werden voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 verbaut sein.

Die Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik (EMSR)
Im Zuge der EMSR werden alle Bauwerke mit Strom versorgt. Die einzelnen Wehre, Klappen und Schieber werden, ausgehend von oberirdischen Schaltschränken, in den jeweiligen Bauwerken verkabelt. Ebenfalls verkabelt werden alle eingebauten Sensoren, die künftig wichtige Daten aus dem Kanal messen und liefern.

Da der ZSK zukünftig über die Kläranlage in Gössendorf gesteuert wird, sind eine durchgängige Lichtwellenleiter-Verbindung von der Kläranlage zu allen Bauwerken und die Implementierung der entwickelten Software notwendig. Diese Arbeiten sind die Voraussetzung für die ersten Anlagentests im Frühjahr 2021.

Umfassender Probebetrieb vor Inbetriebnahme
Sobald die einzelnen Anlagentests erfolgreich absolviert sind, startet aus heutiger Sicht in der zweiten Jahreshälfte 2021 der vorgesehene Probetrieb. Hier wird das Zusammenspiel aller verbauten Anlagenteile bei sämtlich möglichen Betriebszuständen, wie beispielsweise nach mehreren Gewittern, getestet. Nur wenn der Probebetrieb reibungslos und mängelfrei abläuft, kann der ZSK in Betrieb genommen werden.

Den gesamten Bauverlauf gibt es hier:

Der Baufortschritt

2003
Juli 18

Mischwasserproblematik

Die ersten Untersuchungen zur Mischwasserproblematik wurden von der Graz Wasserwirtschaft durchgeführt. Dazu wurde beispielsweise das gesamte Grazer Kanalnetz als Modell erstellt (hydrologische Modellierung).
2006
Juli 18

1. Variantenuntersuchung

Die erste Variantenuntersuchung wurde präsentiert. Geprüft wurden mögliche Szenarien, welche die Mischwasserproblematik in Graz lösen könnten. Der Zentrale Speicherkanal ging als beste Variante dieser Untersuchung hervor.
2008
Juli 18

Planung des Synergieprojektes

Die Planung des Synergieprojektes des 1. Abschnitts des ZSK startete. Damals nannte man den Zentralen Speicherkanal übrigens noch „HSEK“ (Hauptsammelentlastungskanal).
2009
Juni 24

Beschluss

Der Zentrale Speicherkanal wurde am 24. Juni 2009 beschlossen.
2012
März 15

Erster Abschnitt

Erster Abschnitt
Der erste Abschnitt des Zentralen Speicherkanals mit einer Länge von 3,2 Kilometern wurde von 2009 bis 2012 errichtet. Dieser befindet sich zwischen der Kläranlage Gössendorf und der Hortgasse.
2017
März 15

Baubeginn

Baubeginn
Der Baubeginn der Hauptbaumaßnahme erfolgt im Herbst 2017. Gebaut wird hauptsächlich in den Wintermonaten.
2021
März 15

Fertigstellung

Fertigstellung
Laut Plan sind die Bauarbeiten 2021 fertiggestellt.
2022
März 15

Inbetriebnahme

Inbetriebnahme
2022 soll der Zentrale Speicherkanal in Betrieb genommen werden.
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